Seashell und Ubuntu NetBook Remix

ASUS hat mit dem ersten EeePC für Furore gesorgt weil dieser ohne ein Windows daher kam. Ja man konnte nicht mal eins installieren. Dieser neue EeePC ist „voll“ Windows-tauglich, so heißt es zu mindestens. Ausgeliefert wird er mit einer in vier Partitionen geteilten Platte samt vorinstallierten Windows XP.

WARNUNG: Die Linuxer unter euch, die sofort alles löschen und daraus ein oder mehrere EXT/Reiser Partitionen machen wollen, sollten hier innehalten. ASUS liefert BIOS Updates aus (die wichtig sind), welche nur von Windows aus zu installieren sind. Ihr braucht also eine Wartungspartition. Ich für meinen Teil hab eine 10GB XP partition und 150 GB EXT3.

Zudem läuft OOTB weder LAN noch WLAN mit Ubuntu. Damit fällt der Netzboott/NetInstall (PXE) ins Wasser. Zwar kann das BIOS via PXE booten, das aktuelle Jaunty Image kann jedoch die LAN-Karte nicht ermitteln und bricht ab. Einer Installation über USB Stick/SD-Karte steht aber nix im weg (NetbookRemix). Es Bedarf aber in jedem Fall einen zweiten Rechner mit funktionierendem Internetzugang und am besten apt-get. Denn man muss das erste Update ohne Internet fahren und erst danach bekommt man die WLan Karte (Artheros) ans laufen.

Hier die Zusammenfassung:

[OOTB funktional Ubuntu 9.04 Jaunty (NetbookRemix)]

[OOTB nicht funktional Ubuntu 9.04 Jaunty (NetbookRemix)]

Die Akkulaufzeit beträgt rund 4 Stunden, wenn man es mittels powertop und ein paar Skriptes optimiert schafft man ohne Probleme die 6 Stunden.

Mein neues Spielzeug: ASUS EeePC 1008HA

Ich hab mir ein neues Spielzeug gegönnt. Einen EeePC 1008HA. Das neuste Modell und „Königsklasse“ von ASUS unter den (billig) Netbooks. Ich hab mich für dieses Modell entschieden weil der Hersteller mit seiner bisherigen Politik bewiesen hat, dass man auch auch Linux erfolgreich unterstützen kann. Ob mit den Ultra-Schlanken QuickBoot-Linux für ihre Motherboards oder dem ersten EeePC selber, eine Linux-Only Maschine.

Der 1008HA, Codename Seeshell basiert auf einer stromsparenden Intel Atom Plattform, wie alle anderen Modelle in der (Preis)Kategorie auch. Nur in der Ausstattung unterscheiden sich die Geräte geringfügig.

Außer einem GSM/HSDPA Modem ist bei diesem Modell alles mit an Bord was man für moderne Kommunikation so braucht. Bluetooth, 208.11 (B G) N(Draft) und (überraschenderweise) 10/100 LAN. Bestückt ist das Board mit einem 1GB RAM (kann auf maximal 2GB ausgebaut werden). Die Festplatte ist leider eine 160GB Platte „alter“ Bauart, keine SSD. Mit SSDs lassen sich noch keine Größen erreichen die eine „Windows“ Plakette ermöglichen (zu mindestens nicht bezahlbar). Leider bleibt das nicht das einzige Ärgernis mit der Ergebenheit an Redmond.

Positiv hinzu kommt das Design der „Muschel“. Flach wie selbige. Der LAN-Port ist breiter als das Gehäuse, was über eine findige Klappe realisiert wird.. Der Anschluss für einen externen Monitor ist an der Unterseite versteckt und alle weiteren Anschlüsse über Blenden unsichtbar gemacht. Sehr schick das ganze. Besonders in schwarz (mit blauen LEDs) sieht das ganze Edel aus… Bis auf diese scheiß Logos… Alle Aufkleber lassen sich rückstandslos entfernen, nur bei dem Atom und Windowslogo muss man mit Alkohol loslegen. Minuspunkts.

Gengretypisch aber dennoch beschissen ist das verspiegelte 10“ Display, in praller Sonne wird arbeiten so unmöglich. Die 10“ machen sich jedoch positiv bemerkbar. Man hat wesentlich mehr Übersicht als bei den Vorgängermodellen. Positiv wirkt sich das auch auf die Größe der Tastatur aus. Hier hat sich ASUS nicht lumpen lassen, Die Tastatur ist das eigendliche Highlight des 1008HA. Guter Anschlagpunkt und Haptik und auch die Größe der „Sondertasten“ (TAB, Enter, Shift) ist so, dass man sich als Vielschreiber nicht die Finger bricht. Damit kann man auch mal „geschwind“ ein paar Zeilen Sourcecode hacken…

Trotz der „Größe“ fällt das Gewicht mit 1.1KG angenehm gering aus. Das ist ein eindeutiger „immer dabei“ Faktor.

Wie sich das Teil in der Praxis schlägt folgt in den nächsten Artikeln.