WebRadio aus XBMC Hauptmenu starten

Will man unter XBMC WebRadios hören braucht man nicht unbedingt das Shoutcast oder ListenLiveEU-Plugin. Diese Plugins werden nur benötigt um die verfügbaren Radiostreams „bequem“ zu browsen. Hat man ersteinmal seine „bevorzugten“ Radios gefunden, will man diese nicht ständig neu suchen, sondern „per Knopfdruck“ starten.

Um das zu bewerkstelligen muss man erstmal eine Playlist erstellen die alle gewunschten Webstreams entällt. Unterstützte Formate sind:PLS und M3U. Hat man diese Datei einmal erstellt muss man sie unter ~/.xbmc/userdata/playlists/ ablegen. Beispiel-Datei:

Hat man das erledigt, kommt es zum spannenden Teil: das anpassen des Skins. Jeh nach Installationsart findet man die Skins entweder unter „/usr/share/xbmc/addons/skin.*“ oder unter „~/.xbmc/addons/skin.*“. Im Skinordner selber gibt es unterschiedliche Ordner, ein oder mehrere sind nach einer auflösung benannt: 720p,1080p,… Den Wunschordner davon öffnen und die Home.xml aufmachen. Jetzt wird es kryptisch. In XBMC wird fast ausschließlich mit referencen, statt mit festen Strings gearbeitet. Ergo bringten einen das suchen nach einem String nicht weit. Die Funktionsaufrufe („onclick“) sind jedoch gut lesbar, und wer es ganz genau braucht, kann die strings in der /usr/share/xbmc/language/*/strings.xml nachschlagen und nach der gewünschten ID suchen. Will man z.B Beim Confluence-Skin im SubMenü zur Musik den Eintrag WebRadio, muss das so aussehen:

Anschließend wird beim klick auf diesen Button die Playlist geladen und man kann den Wunschsender auswählen

XBMC, TV-Serien und die falsche Reihenfolge

Wenn man seine Medien nicht mehr über den Dateiexplorer verwalten will, sondern den Zugriff über ein ausgewachsenes MediaCenter wie XBMC verwalten will, wird schnell darauf stoßen, dass die Mete-Info-Qullen im Netz nicht unbedingt, die Serien-Reihenfolge einhalten, wie sie den Staffel-DVDs entspricht. Mal ist das korrekt, mal nervt es. Wie bei Firefly. Dort hält sich thetvdb.com an die Reihenfolge wie die Episoden ursprünglich ausgestrahlt wurden, leider ist das nicht die von Regisseur geplante  Reihenfolge gewesen.. So wird der Pilot erst an 11 stelle gelistet. Will man in der Reihenfolge die Serien betrachten, fehlen einem unweigerlich die Zusammenhänge.

Um in XBMC  die Reihenfolge zu verändern gibt es zwei Möglichkeiten. Bei beiden muss man erstmal die Medien-Datenbank exportieren. Am besten speichert man alle Informationen in separaten Dateien pro Film/Episode. Nun findet man neben den eigendlichen Medien-Dateien eine gleichnamige NFO-Datei.

  • Variante 1: Man benennt die Dateien so wie sie auf der DVD vorkommen. Dann muss man die NFO Files ggf. so Umbenennen, dass die enthaltenen Informationen zu den Serien passen. Anschließend muss man den episode-Tag in der nfo Datei anpassen.
  • Variante 2: Man bennent die Dateien gleich so, dass sie der Scrobbler richtig zuordnet. Dann muss man nur den displayepisode entsprechend überschreiben.

Anschließend muss man XBMC anweisen den Ordner auf neue Inhalte zu prüfen und ggf die Datei-Informationen abrufen und aktualisieren. Bei diesem Dialog wird man dann gefragt ob man die lokalen Inhalte überschreiben will, was man verneint. Anschließen passt das auch mit der Sortierung.

Links:

High Definition Audio und das „Anschluss-Sharing“

Wer ein halbwegs modernes Board sein eigenen nennt (ich zb ein AT3IONT, wie der name schon sagt, mit ION-Chipsatz) wird zwangsweise mit einer HDA – Karte (bei mir Realtek ALC 887) konfrontiert, die mehr Kanäle zur verfügung stellt, als sie Anschlüsse hat. In meinem fall 8 Kanäle (7.1) bei nur 5 Anschlüssen wovon 2 "eigendlich" nur Duplikate der Anschlüsse auf dem Board sind, die über eine Audio-Panel rausgeführt werden. Ergo hat man 3 Anschlüsse, davon einer als standart Stereo Output. Der Trick der Herrsteller ist, dass alle Anschlüsse je nach Kanal-Config anders belegt werden. Geht man auf 8 Kanal-Sound hoch, kann man kein Micro mehr anschließen und die Front-Buchse für den dezenten Kopfhörereinsatzt ist auch dahin. Das alles wird dann auf die 8 Kanale gemappt.

Startet man ins Linux werden einem auch nur diese drei Anschlüsse zur Verfügung gestellt, ergo Stereo-Sound. Man muss dem "hda_intel"-Treiber (darunter werden wohl alle Karten die sich HDA schimpfen) ein bisschen unter die Arme greifen. Den grund findet man hier. Was in der Beschreibung ein wenig unter geht, ist der umstand, dass man nicht unbedingt den "richtigen" Modulname erwischen muss. Zumindestens bei meinem ION-Board kann ich die soundkarte mit 6 verschieden Configs ansprechen:

  1. 3stack – normaler stereo sound
  2. 3stack-digout – normaler stereo Sound, SPDIF verfügbar (hab ich aber nicht testen können, da ich noch kein SPDIF Receiver hab)
  3. 3stack-2ch – normaler stereo sound
  4. 3stack-2ch-digout – das selbe wie oben
  5. 3stack-6ch – 5.1 sound über alle 3 hinteren Klinke-Anschlüsse
  6. 3stack-6ch-digout -5.1 und SPIDF verfügbar

Was nun fehlt sind eigendlich 4stack-8ch und 3stack-4ch. Auch wenn es nicht ganz korrekt ist, kann man so die Konfig bestimmen, mit der man seine Soundkrarte ansteuert.

Die Konfig muss in eine config-Datei unter /etc/modprobe.d geschrieben werden. Entweder nimmt man dazu eine bestehende oder legt eine neue an. Ich hab letzteres gemacht. Die Datei /etc/modprobe.d/alsa-hda-intel.config sieht wie folgt aus:

Damit wird mein Soundsystem über die analogen Anschlüsse mit einem 5.1 Signal versorgt. Die Feinabmischung kann man über den alsamixer vornehmen.