Kolab Postfix stellt google mails nicht zu.

Wenn man postfix mit einem Kolab backend betreibt kommt vor dem Zustellen der Mails das Python-Script kolab_smtp_access_policy zum Einsatz.

Dieses prüft ob Sender- oder Empfänger-Adresse im LDAP hinterlegt ist. Das Prüfergebnis wird anschließend gecached. Und hier fängt der Ärger an. Das Script als auch das DB-Design sehen 64 Zeichen für eine E-Mail-Adresse vor. 254 Zeichen dürfen es aber sein. Google verwendet für die Verification Mail nun aber mehr als 90 Zeichen.

Um den Fehler zu beheben muss man zuerst in der kolab-Datenbank die tabelle policy_result bearbeiten. Die Spalten sender und recipient müssen auf 254 erweitert werden.

anschließend muss man das /usr/lib/postfix/kolab_smtp_access_policy bearbeiten. Dort muss man den Eintrag policy_result_table wie folgt anpassen.

kolab_smtp_access_policy exit status 1

Wer einen Kolabserver auf einem Ubuntuserver hochzieht, wird aktuell irgendwann (beim Versand oder Empfang von Mails) auf den Fehler „kolab_smtp_access_policy exit status 1“ stoßen. Alle Maßnahmen das logging aufzudrehen, greifen ins leere und man ist verzweifeln …

In diesem Fall sollte man doch einfach das script per hand aufrufen. Wichtig dabei, postfix verwendet pyhton2.7…

Mit hoher Warscheinlichkeit kann das Module pymysql nicht geladen werden. Einfach das Modul nachinstallieren und schon kann es mit dem Mail-Empfang losgehen.

kolab_smtp_access_policy debugen

Ich betreibe seit ein paar Tagen eine Kolab-Server und bin dabei über die ein oder andere Baustelle gestolpert. Am meisten probleme hat mit die kolab_smtp_access_policy bereitet.

Diese wird vom postfix aufgerufen um zu prüfen ob eine Mail angenommen werden darf. Bei kolab_smtp_access_policy handelt es sich um ein Python Script, das ohne weiteres schwer von der Console aufgerufen werden kann.

Leider logt das Script standartmäßig nichts. Um das Logging zuzuschalten muss man unter /etc/postfix/master.conf dem scritpaufruf parameter mitgeben.

Das „-l debug -d 9“ sorgt dafür, dass das Logfile /var/log/kolab/pykolab.log gefüllt wird. Jetzt kann man mit der Fehlersuche beginnen…

EdgeMax router retten …

Ich hatte die vergangene Woche relativ viel Pech und ich beide meiner EdgeMax-Router (EdgeMax Lire und EdgeMax 5PoE) in einen zustand gebracht, in dem sie nicht mehr ordentlich booteten. Beide Zustände waren selbst verschuldet: Bei einem Router hab ich scheinbar einen wichtigen BootSkript modifiziert, so dass in einem bestimmten Zustand ein Booten nicht mehr möglich war. Bei dem anderen Router hab ich wohl durch „ungünstiges“ Reseten das FileSystem geschrottet.

Es stehen nun zwei Varianten für das Recovery zur Verfügung.

  1. Recovery System vie TFTP booten und Fehler beheben
  2. Router aufschrauben, USB Stick ausbauen, Stick an anderem System mounten und die Reperatur starten

Alles setzt auf dem EdgeMax RecoveryKit auf. Will man via TFTP sein system retten, geht man nach dieser Anleitung vor: https://community.ubnt.com/t5/EdgeMAX/EdgeMax-rescue-kit-now-you-can-reinstall-EdgeOS-from-scratch/td-p/514857

In meinem fall musste ich jedoch nicht alles neu installieren. Wenn man das Rettungs-OS hoch gefahren hat, ist unter /root/w das overlay gemounted. Hat man im EdgeOS irgendein Script oder Config File geändert, taucht es hier auf. Löscht man es, hat man wieder die original Version. Im Zweifelsfall kann man einfach alle Änderungen in einen Sicherungs-Ordner verschieben und von Scratch starten …

Eine andere Hausnummer war der IO Defect. Hier musste ich erst mal den Stick ausbauen und testen. Nach mehrfachen „badblock“ Durchläufen war klar, dass es nur das FileSystem zerschossen hatte. Da nach den Durchlauf von Badblock die PartionsTabelle zerstört wurde muss ich komplett vom scratch aufsetzten.

Mit folgendem script habe ich angefangen: https://github.com/vyos/emrk/blob/master/bin/emrk-reinstall.

Da ich keine Risiko eingehen wollte, habe ich alle befehle einzeln per hand ausgeführt, man kann aber auch einfach die variablen korrekt setzten und das Skript im ganzen ausführen. Anschließend Stick wieder einbauen router hochfahren und neu konfigurieren…

Änderungen bei LVM

Wer wie ich regelmäßig einen Raid 1 (Mirror) mit LVM aufbaut/betreibt, wird seit neusten (zu mindestens wenn er auf den aktuellen Ubuntu LTS setzt) in folgendes Problem laufen. Der bisher gültige Befehl führt nicht mehr zum gewünschten Ergebnis:

Das ganze liegt daran, dass sich die art wie LVM jetzt einen Raid aufbaut wohl geändert haben soll. Ich bin da nicht tiefer hinabgestiegen. Schlussendlich muss man einfach noch den Typ mit angeben, dann klappt es wieder.

Script beim Resume in Ubuntu Xenial (16.05)

Die Xenial Server Distribution deployed standardmäßig keine pm-utils mehr. Selbst wenn man diese nachinstalliert ziehen die Script-Hooks nur wenn man direkt die Kommandos aufruft. Bei Calls über d-bus werden die nicht ausgelöst. Will man systemweit scriptes bei einem Suspend oder Resume aufrufen muss man ein skript (service) in den systemd einhängen.

Die Service Datei muss unter /etc/systemd/system liegen und auf .service enden. Der Inhalt muss ungefähr so aussehen um nach jedem „aufwachen“ einen Skript auszuführen.

Lightroom und CMYK Softproof

Seit Lightroom 6.0 werden CMYK ICC Profile unterstütz. Bei meinen Versuchen die SAAL-Digital ICC Profile für eine SoftProof zu laden schlugen jedoch alle fehl. Die Profile werden einfach nicht zur Auswahl gestellt.

Ich weiß nicht ob es an Lightroom oder Windows liegt, aber CMYK Profile aus den „default“-Profile-Pool (Windows/System32/spool/drivers/color/) werden nicht geladen. Adobe Lightroom scheint aber noch einen anderen Ordner zu nutzen:

Alle darin abgelegten Profile werden gesondert in der ProfilAuswahl beim SoftProof angezeigt und können geladen werden. Blöd nur, das man sie nicht brauchbar filtern kann, aber das wird Adobe sicher mit dem nächsten kostenpflichtigen Update lösen …

Convert Certifikat für Android

Wer mal eben ein normales PEM Certifikat (samt Key und CA File) für Android aufbereiten will, macht das via OpenSSL wie folgt.

CineS2 Treiber „OnTheFly“ laden

Wer wie ich eine CineS2 6.5 im einsatz hat, ist unter Ubuntu ein bisschen gekniffen. Der Treiber wird noch nicht mit dem offizjellen Kernel ausgeliefert. Das führt dazu das man leider auf einem Produktivsystem etwas selber bauen muss. Besonders nach einem Kernel Update nerft das ganze, da man den Treiber im laufenden Betrieb überschreiben muss.

Als erstes brauch man git. Via git clone oder gut pull von https://github.com/DigitalDevices/dddvb die neusten Sourcen downloaden.

Erst mal den alten Treiber „entladen“ (fals man noch weitere DVB-Karten hat müssen deren Treiber auch entladen werden)

anschließend geht es ans bauen

Treiber wieder laden …

So geht es auch ohne Neustart …

Kodi und „fehlende“ Visualisierung

Im neuen Kodi Pakage,das über das PPA des XBMC/Kodi Team verteilt wird, sind die Visualisierungen in eigene Sub-Pakages ausgelagert. Will man also die Balken während des Abspielens von Musik, muss man erst mal die fehlenden Pakages nachinstallieren.

Wenn man nun Kodi startet und die Visualisierungen auswählbar sind, aber nicht dargestellt werden muss man ins log schauen. Dort taucht dann folgende Meldung auf:

Die Addon-Pakages werden nicht mehr in den Kodi-Path entpackt, sondern nach „/usr/lib/x86_64-linux-gnu/addons“. Kodi selbst prüft diesen Pfad nicht. Nun kann man mit der Path-Variable rummspielen oder einfach ein Symbolik Link setzten …