XBMC als PVR/TV-Anwendung

Gestern wurde nun endlich XBMC-Dharma released. Das bedeutet das nun endlich der PVR-Testing Branch sterben kann. Für alle die mit XBMC – TV schauen wollen wird es dann wesentlich einfacher. Da sie nicht mehr auf alternative Launchpad-Quellen oder gar Eigencompilierung angewiesen sind. Zu mindestens was XBMC betrifft.

Die Entwickler von XBMC beschreiten dabei den gleichen Weg, den die ganzen „großen“ PVR-Lösungen auch beschritten haben. Es gibt eine Trennung von Wiedergabe (frontend) und Empfang (backend) des TV-Programms. XBMC Dient dabei nur als Frontend. Eine direkte Unterstützung von TV-Karten oder Video-Recording-Devices gibt es nicht. Dafür ist die PVR-Frontend-Schnittstelle modular gehalten. So das man über Plugins fast jedes erdenkliche Backend anbinden kann. Diese Plugins benötigen jedoch Änderungen im XBMC-Code, so dass es nicht reicht einfach nur das Plugin scharf zu schalten. Es benötigt einen XBMC Build aus den PVR Testing Branch.

Aktuell werden im PVR-Testing fünf Backend-Plugins angeboten. Unterstützt werden jedoch nur drei Backends. Hier eien kurze gegenüberstellung der verfügbraren Technologien:

  • MediaPortal – TVServer: Das ding läuft außer Konkurenz. Da es Windows-Only ist, konnte und will ich es nicht testen. Für WIndows-User die eine Konsole scheuen sicherlich die beste Wahl.
  • MythTv: Eine der ältestens und wohl umfangreichsten MediaPC-Lösungen. Auf der „Haben“-Seite verbucht MythTv einem enormen Funktionsumfang und eine große Community. Für meinen Geschmack ist das Backend aber zu aufgeblasen. Das Backend bietet den vollen Funktionsumfang einer MediaPortal – Lösung. Alles Dinge die man nicht braucht, wenn man XBMC dafür nutzen will. Hinzu kommt, dass das Plugin momentan „gebrochen“ ist. Soll heißen: das Plugin spricht nur mit einer alten version von MythTv und auch dort alles andere als stabil!.
  • VDR: Das VDR Backend kann gleich mit zwei Plugins angesprochen werden. VNSI oder StreamDev. Für beides muss auf VDR Seite jeweils ein Plugin mitcompiliert und aktiviert werden. Wo wir schon beim großen Negativ-Faktor. Man darf/muss alles selber machen. Es gibt noch keine gut gepflegten Packetquellen die VSNI bieten. Ausnahme das PPA des TeamVDR. Allerdings wird dort nur für Karmic angeboten (da kann man tricksen) und sie setzten beim VDR noch auf 1.7.14. Wenn man einen neueren VDR benötigt muss man sich an diese Anleitung halten und den VDR selber bauen. Danach hat man jedoch ein sehr schlankes und robustes backend mit sehr aktiver Entwickler-Community.
  • HTS – TVHeadend: Dieses Backend ist zwischen MythTv und VDR angesiedelt. Mit dem Launchpad-Archive von Lars Op den Kamp hat man eine einfache Installationsart und dazu noch eine unkoplizierte Pflege des Systems. Das Backend liefert gleich einen eigenenes Web-AdministrationsInterface mit (Achtung: Passwörter werden im Klartext gespeichert) samt eigenem Webserver mit. Mit diesem kann man sofort loslegen und alles einrichten. Hat man den VLC installiert kann man auch gleich ohne jegdliches Frontend mal schnell die Streams abrufen.

Aktuell nutze ich TVHeadend. Das Umschalten (Zappen) zwischen den Sendern geht etwas langsamer als bei VNSI, das liegt wohl an dem verwendeten Streaming-Protokoll. Dafür ist das Plugin etwas ausgereifter und die Administration ist komfortabler. Zudem gibt es unter beim Bundle VDR-VNSI-XBMC noch einige kleinere Probleme bei der wiedergabe mancher Sender. Ich habe aber keinen Zweifel das VDR hier nachziehen wird.

Ubuntu Server und der PowerButton

Aus irgendeinem Grund haben sich die Jungs bei Canonical gedacht, es sei uncool einen Server per Powerbutton am Gehäuse runter zu fahren. Ich kann mir zwar kaum einen Grund vorstellen, wofür das nützlich sein kann. IT-Personal das stolpert und durch Zufall den Button drückt, hat auch meist Kaffee in der Hand … *G*

Um das Problem zu beheben einfach:

c’t Sonderheft: Linux – Server Praxis

Der Heise-Verlag hat ein neues c’t-Sonderheft zum Thema Linux-Server veröffentlicht. Ich hab mir selbiges gegönnt und will hier mal kurz meine Meinung kundtun.

Wer sich das Inhaltsverzeichniss anschaut, sieht dass die Themen breit gefächert sind. Vom Aufbau eines kleinen Home/Small-Buisiness Server über dessen Betrieb bis hin zur Wartung wird alles abgedeckt, was man sich so vorstellen kann. c’t üblich wird das ganze mit schrägen Tux-Grafiken begleitet.

Der Anspruch der Artikel ist irgendwo zwischen Anfänger und „Fortgeschrittener Benutzer“ angesiedelt. Artikel die richtig ins Detail gehen fehlen leider. Gerade bei Samba und NFS4 hätte ich mir mehr Background-Informationen, Performance-Analysen und Tunning-Tipps gewünscht.

Für Leute die sich einen HomeServer hochziehen wollen oder es gerade getan haben, ist die Zeitung ein echte Stütze. Für Leute die schon länger einen Server betreiben bzw schon ein „komplexes“ Netz betreiben, gibt es nur wenig Anregungen.

Aktuallisierung des XBMC-Addon-Repositories

Seit ca einer Woche bin ich dabei meine Addons in das offizielle Addon-Repo zu bekommen. Dennoch (wegen der langen Integrationszeiten) werde ich mein Entwicklungs-repo weiter pflegen.

Leider hab ich mir beim erstellen meiner bisherigen Addons einen kleinen Foupa geleistet: großbuchstaben verwendet. Deshalb müssen interessierte sowohl das Mediathek als auch das PodCatcher-addon erst deinstallieren und dann wieder installieren.

Änderungen:

  • Mediathek: kleinere Bugfixes, optische Aufhübschung usw
  • PodCatcher: Verbesserung der Performance (XML ersetzt durch ‚pickle‘), bessere Menüführung.

Ubuntu – Suspend to Disk nach SWAP-Wechsel

Wer bei seinem Ubuntu-System in die Verlegenheit kommt die SWAP-Partition zu wechseln (z.B. Vergrößerung, Wechsel der HDD gesamt) wird Feststellen, dass danach kein Suspend to Disk (Hibernate/Ruhezustand) mehr funktioniert. Das System wird zwar in den S4 Zustand versetzt, beim booten meckert der Kernel aber irgendwas von „das eine IntiRam-Signatur gefunden wurde aber nicht genutzt werden konnte“. Danach wird das System normal gestartet…

um das Problem zu lösen muss man unter /etc/initramfs-tools/conf.d/resume die UUID der neuen SWAP angeben und ein dpkg-reconfigure hinterher schicken.

Danach will der Hibernate-Modus auch wieder 😉