Lightroom und CMYK Softproof

Seit Lightroom 6.0 werden CMYK ICC Profile unterstütz. Bei meinen Versuchen die SAAL-Digital ICC Profile für eine SoftProof zu laden schlugen jedoch alle fehl. Die Profile werden einfach nicht zur Auswahl gestellt.

Ich weiß nicht ob es an Lightroom oder Windows liegt, aber CMYK Profile aus den „default“-Profile-Pool (Windows/System32/spool/drivers/color/) werden nicht geladen. Adobe Lightroom scheint aber noch einen anderen Ordner zu nutzen:

Alle darin abgelegten Profile werden gesondert in der ProfilAuswahl beim SoftProof angezeigt und können geladen werden. Blöd nur, das man sie nicht brauchbar filtern kann, aber das wird Adobe sicher mit dem nächsten kostenpflichtigen Update lösen …

Convert Certifikat für Android

Wer mal eben ein normales PEM Certifikat (samt Key und CA File) für Android aufbereiten will, macht das via OpenSSL wie folgt.

Kodi und „fehlende“ Visualisierung

Im neuen Kodi Pakage,das über das PPA des XBMC/Kodi Team verteilt wird, sind die Visualisierungen in eigene Sub-Pakages ausgelagert. Will man also die Balken während des Abspielens von Musik, muss man erst mal die fehlenden Pakages nachinstallieren.

Wenn man nun Kodi startet und die Visualisierungen auswählbar sind, aber nicht dargestellt werden muss man ins log schauen. Dort taucht dann folgende Meldung auf:

Die Addon-Pakages werden nicht mehr in den Kodi-Path entpackt, sondern nach „/usr/lib/x86_64-linux-gnu/addons“. Kodi selbst prüft diesen Pfad nicht. Nun kann man mit der Path-Variable rummspielen oder einfach ein Symbolik Link setzten …

network-manager speichert Passwort nicht

Eine kleine Unschönheit beim Upgrade hab ich beim NetworkManager unter xubuntu festgestellt.

Ich nutze Zertifikate um mich an meinem WLAN anzumelden (Radius). Diese setzen ein Password vorraus (anders lässt es der NM eigendlich nicht zu). Leider war das NM-Applet partou nicht in der Lage, eine ordentliche Config-File zu erzeugen, bei der das Password so hinterlegt wurde, dass das WLAN noch vor der Anmeldung verbunden werden konnte.

Dem konnte ich nur manuell beikommen. Unter /etc/NetworkManager/sysem-connections/ liegen die Config-Files. Die entsprechende Datei öffnen und manuell den passenden Parameter setzten

HTPC mit Ubuntu 14.04

In den letzten zwei Wochen hab ich alle meine Rechner auf Ubuntu 14.04 umgestellt. Eine richtige Bruchlandung hab ich dabei nur bei meinem HTPC (auf Basis XBMC) erlebt. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Da mein HTPC minimal aufgesetzt ist und keine unnötigen Dienste enthält hab ich erst mal versucht ein einfaches Upgrade aus dem System heraus zu machen. Die hätte den Vorteil gehabt, dass ich mir die folgenden 4 Stunden sparen hätte können. Das nvidia-337 Package hat das „zunichte“ gemacht. In den Trusty Sources zieht das gleich eine ganze Gnome Installation nach sich, die mir dann mein NoDM-Setup zerschossen hat und gleichzeitig die Platte gesprengt hat.

Danach folgte eine Neuinstallation. Eine stunde ging für ein fehlerhaft erstelltes USB-Image drauf, geschenkt, das ist Murphey, aber danach wurde es haarig. Unter Trusty fehlen einigen Paketen schlicht Abhängigkeiten. Ich hab 30 Minuten rumgefriemelt bis ich gemerkt habe, dass ein nodm kein xserver mehr mitinstalliert. Fehlende libraries werden auch nicht im Log erwähnt. Wozu auch ?

Hier meine manuell installierten Pakete:

  • xinit – wird von nodm benötigt
  • alsa-base/alsa-utils – für den sound
  • consolekit, pm-utils – für den shutdwon/suspend aus xbmc herraus.

Nachdem ich XBMC am laufen hatte, hat mich dann noch der „Shutdown/Suspend“ geärgert. Zum einen sind die oben erwähnten Pakete nicht installiert zum anderen wurde etwas an der Struktut geändert, so dass die Beispiele auf xbmc.org einfach nicht mehr passen.

Die korrekte polickit file sieht wie folgt aus:

Wichtig ist die Angabe org.freedesktop.login1.*. Die kann auf Suspend udn Hibernate auch eingeschränkt werden.

Danach lief mein HTPC wieder wie vor der Migration.

PulseAudio Intel HDA 898 Soundfehler

Bei Nutzung einer  Intel HDA (CODEC Realtek HDA 898) Soundkarte unter Ubuntu (PulseAudio) kommt es häufig zu Knacken im Sound. Dies wird durch zu häufige bzw. bogey JackDetection verursacht. Um der Sache Herr zu werden braucht man aus dem „alsa-tools-gui“ Paket das tool „hdajackretask“.

 

Dort kann man unter „advanced“ die JackDetection einzeln abschalten und hat endlich ordentlichen Sound.

Servergespeicherte Profile mit unison

Da CSync leider nicht meine Erwartungen erfüllt hat bzw. nicht im Ubuntu-Repository versorgt wird musste ich mich vor ein Weile nach Alternativen umschauen.

Dabei bin ich auf Unison gestoßen. Installiert man es auf Client und Server kann man via ssh sehr schnell große Datenmengen in beide Richtungen abgleichen. Man kann sogar eine Konfliktlösungsstrategie angeben, falls es sowohl auf Server als auch Clients zu Änderungen kam.
Mittels Exclude-List kann man gezielt steuern was übertragen werden soll. Sogar via Regex.

Beispielconfig:

Das ganze kann man ohne Probleme über ein Skript beim Start oder Login automatisieren:

Bleibt nur noch das Problem wie man den ssh-Daemon auf der Server-Seite dazu bekommt ohne weitere Passwortabfrage eine Verbindung zuzulassen. Da gibt es verschiedene Varianten wie z.b. das Public-Key-Verfahren (wobei der keyring automatisch aufgemacht werden muss) oder GSSAPI. Letztere ist relativ bequem einzusetzen, wenn man mal einen Kerberos eingerichtet hat. Dann muss man einfach folgende Konfiguration im SSH Daemon vornehmen.

Anschließend akzeptiert der SSH Daemon nach einem Neustart auch Kerberos Tickets anstatt ein Password abzufragen.

Squeezebox und Radius

Betreibt man privat einen Radius-Server und will seine Squeezebox mittels EAP-TLS ins Netzwerk einbinden, wird man vom der geführten Konfiguration darauf hingewiesen, dass dieser Modus nicht unterstützt wird. Das ist gelinde gesagt Bullshit. Die Entwickler waren sich nur zu fein ein entsprechenden Konfigurationstool anzubieten.

Bevor es losgeht, braucht man erst mal die entsprechenden Client-Certs. Leider unterstützt der wpa_supplicant nicht alle Formattypen, explizit müssen die Client-Certs im DER-Format sein. Beim Root-CA-Cert ist es egal.

Wer zb aus dem PEM Format ein DER machen will, kann das wie folgt machen

Ist das erledigt muss man die Squeezebox erst mal mittels Kabel anschließen und per SSH auf die Box zugreifen. Am besten unter /etc/certs die erzeugten certs (inklusive root-ca) per scp ablegen.

Anschließend nimmt man sich die /etc/wpa_supplicant.conf vor und legt wie folgt ein Netzwerk an (oder modifiziert es):

Das ist aber nur die halbe Miete, leider muss man die Netzwerkfähig auch noch manuell vornehmen. Die GUI ist nicht nicht der Lage von einem Halb-Vorkonfigurierten WLAN eine DHCP Request zu machen.

Also noch schnell in die /etc/network/interfaces und das Netzwerk hinterlegt/angepasst

Nach einem Neustart der Box sollte sich das Gerät ordnungsgemäß am Radius-Server anmelden.

Update:
Squeezeboxen unterstützen nur eine KeyLength von 2048bit

HDMI Output und Ruckler in HD

So nun hoffentlich der finale Artikel zum Thema „Ruckler während des HD Playbacks“. Nachdem ich mir sogar ein neues Board (AMD Fusion) zum Test geholt hatte , musste ich leider feststellen, dass das Thema alles andere als einfach zu Debuggen ist.

Nach nunmehr mehreren Monaten des Suchens hab ich den letzten Verursacher von Bildrucklern gefunden. Am Ende liefen nicht mal H264 Videos im Baseline-Profile ordentlich ruckelfrei. Da hab ich in meiner Verzweifelung (und Hoffnung) mal das HDMI Kabel getauscht. Zum Glück hatte ich kein Ersatz und fand den Input-Converter DVI-HDMI meines TVs nicht. Folglich musste ich auf das „gute alte“ VGA-Kabel ausweichen. Sowohl Board als auch TV hatten den Anschluss noch. Und siehe da, ruckelfreies H264 in allen Lebenslagen! Kein störendes Bildstottern oder Fragmente. Alles so wie es sein soll.

Da ich nicht glauben wollte, dass das Kabel defekt war oder gar ein genereles Problem mit HDMI vorliegt, hab ich mich mal auf die Suche nach „Bildverbesserern“ auf Seitens des TVs gemacht. Ich wurde fündig. Ein bisschen vergraben wendet mein TV allerhand Algorithmen auf das Eingangssignal an. Allerdings nur auf das HDMI Signal. Standardmäßig waren die Einstellung wohl zu viel für die kleine CPU des TVs. So dass es statt zu Verbesserungen zu Fragmenten und Stottern kam. Sehr brauchbar.

Fazit: Wer ein modernes Display mit HDMI Input betreibt, kann nicht davon ausgehen, dass sein Eingangssignal auch ohne Veränderung ausgegeben wird. Kommt es zu Rucklern, Fragmenten oder anderen sporadischen Bildfehlern, einfach mal nachschauen ob nicht irgendwo ein Bilderverbesserer wie „Rauschunterdrückung“,“Bewegungsglättung“ oder gar „Upscaler“ sein Unwesen treibt.

NVidia – HD-Video – MicroRuckler

Nach meinen ersten Maßnahmen gegen MicroRuckler hat es ein wenig gedauert bis ich den letzten Verursacher gefunden hatte. Das Problem war, dass die Ruckler nur sporadisch ab und zu auftraten. Mal 30 Minuten lang gar nicht, dann wieder im 5 Minuten Takt.

Als Verursacher hat sich das PerformanceManagement der NVidia-Karte herausgestellt. Die Taktet die Karte runter, sobald wenig Leistung gebraucht wird. Scheinbar dauert das Justieren zu lange, so dass es zu FrameDrops kommen kann.

Zur Behebung hab ich folgendes in die ‚/etc/X11/xorg.conf‘ eingepflegt:

Die Vorletzte Zeile aktiviert den TripleBuffer, so werden 3 statt zwei Bilder vorgehalten. In 2D Anwendungen (Videodarstellung) ist der Performanceverlust und Speicherverbrauch verkraftbar gegenüber der ruckelfreiem Abspielen.

Der letzte Befehl erzwingt vom NVidia-Treiber, dass die Grafikkarte immer mit maximaler Leistung arbeitet.

Sollte es immer noch zu leichten Ruckler kommen, kann man den Treiber nochmals mittels nvidia-settings dazu zwingen, endlich in den PerformanceMode zu gehen…: