NVidia – HD-Video – MicroRuckler

Nach meinen ersten Maßnahmen gegen MicroRuckler hat es ein wenig gedauert bis ich den letzten Verursacher gefunden hatte. Das Problem war, dass die Ruckler nur sporadisch ab und zu auftraten. Mal 30 Minuten lang gar nicht, dann wieder im 5 Minuten Takt.

Als Verursacher hat sich das PerformanceManagement der NVidia-Karte herausgestellt. Die Taktet die Karte runter, sobald wenig Leistung gebraucht wird. Scheinbar dauert das Justieren zu lange, so dass es zu FrameDrops kommen kann.

Zur Behebung hab ich folgendes in die ‚/etc/X11/xorg.conf‘ eingepflegt:

Section "Device"
    Identifier     "Device0"
    Driver         "nvidia"
    VendorName     "NVIDIA Corporation"
    Option              "NoLogo"        "True"
    Option         "NvAGP" "1"
    Option      "RenderAccel"  "true"
    Option         "TripleBuffer" "True"
    Option         "RegistryDwords" "PowerMizerEnable=0x1; PerfLevelSrc=0x2222; PowerMizerDefault=0x1; PowerMizerDefaultAC=0x1"
EndSection

Die Vorletzte Zeile aktiviert den TripleBuffer, so werden 3 statt zwei Bilder vorgehalten. In 2D Anwendungen (Videodarstellung) ist der Performanceverlust und Speicherverbrauch verkraftbar gegenüber der ruckelfreiem Abspielen.

Der letzte Befehl erzwingt vom NVidia-Treiber, dass die Grafikkarte immer mit maximaler Leistung arbeitet.

Sollte es immer noch zu leichten Ruckler kommen, kann man den Treiber nochmals mittels nvidia-settings dazu zwingen, endlich in den PerformanceMode zu gehen…:

nvidia-settings -a '[gpu:0]/GPUPowerMizerMode=1'

XBMC – FullHD – Micro-Ruckler

Wenn man durch die Foren schaut, stolpert man immer mal wieder über das Problem, dass einige Nutzer Micro-Ruckler bekommen wenn sie 720p oder 1080p Quellen abspielen. Ich gehörte auch zu dieser Problemgruppe und will hier kurz beschreiben wie man das Problem angehen kann.

Als erstes muss man die Mikro-Ruckler erst mal eindeutig einer „Quelle“ zuordnen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Mikro-Ruckler zu Stande kommen können:

  • Kodierfehler – die Ruckler z.B. tretet nur bei einem Film auf.
  • Frame-Drops – Das passiert wenn ein Bildwiederholfrequenz der Quelle höher ist als die Abspielfrequenz.
  • Falsche Timings bei der Ansteuerung des Bildschirms.
  • „andere Störenfriede“…

In meinem Fall konnte ich Kodierfehler ausschließen. Alle Filme wiesen sporadisches extrem kurzes Ruckeln auf. Einige Leute haben es nicht mal war genommen, mich hat es hingegen schon genervt (besonders wenn man weiß auf was man achten muss).

Um der Fehlerquelle einzugrenzen hab ich mir einige Naturaufnahmen mit langen ruhigen Schwenks in FullHD ausgesucht, dazu noch Batman – The Dark Knight wegen den starken Hell-Dunkel Kontrasten.

Als erstes hab ich die Timings wie in diesem Beitrag beschrieben korrigiert: Fixing the 24p issue.

Das hat die Ruckler zwar reduziert, aber sie waren immer noch vorhanden, das hat mich jedoch auf eine zweite Fährte gelockt. In dem Beitrag wird beschrieben wie man die Timings korrigiert und XBMC auf die Wiederholfrequenz der Quelle anpasst (Option). Durch test wurde mit ziemlich schnell klar, dass in meinen Fall nicht die Wiederholfrequenz das Problem darstellten, sondern die Timings. Eine Änderung von 60Hz auf 50Hz oder gar 24Hz hatte faktisch keinen Einfluss. Was jedoch auffällig war: sobald ich VSync abgeschaltet hatte, waren die Ruckler weg, aber die Bildfehler beim abspielen einer Testsequenz enorm. VSync musste also aktiviert bleiben. Ein kurze Suche im Internet hat mich auf die Composite-Extension aufmerksam gemacht.

Ich hab die automatische Anpassung abgeschaltet und in der xorg.conf nur einen Bild-Modus hinterlegt. Zusätzlich habe ich die Composite-Extension abgeschaltet.

Section "Extensions"
 Option "Composite" "disable"
EndSection

Nach einem Neustart kommt es nun zu keinen Mikrorucklern mehr.