Gallery 3 – Ein review

Wer in meine Programmiersektion schaut, sieht das ich mal versucht hatte, eine Galerie-Web-Applikation selber zu schreiben. Erst in .NET und anschließend in JSF. In beiden Varianten hab ich es immer zu einem funktionierenden Prototypen gebracht. Leider habe ich dann nie die Zeit gefunden, diese dann auszubauen. Das lag nicht zuletzt auch daran, das es weder eine bezahlbare Standleitung gibt oder die Preise im ApplikationHosting mir ein wenig zu hoch waren, für ein „mal eben zum Spaß“ Projekt.

Also machte ich mich vor gut vier Monaten auf die Suche nach brauchbaren Galerie-Anwendungen. Ich hab dazu den Leitfaden aus dem c’t-Sonderheft zum Thema Server genommen. Dort wurden einige gute Web-Photogalerien vorgestellt. Dabei bin ich an der Gallery3 hängen geblieben.

Da es schon eine Weile her ist, dass ich die Entscheidung getroffen habe, will ich mich gar nicht auf einen großen Vergleich aller Systeme einlassen. Am Ende hat bei mir nicht Einzelfunktionen sondern der Gesamteindruck entschieden. Dieser kann bei jedem anders sein.

Die Randdaten: Gallery 3 läuft auf PHP Basis und setzt MySQL als DB ein. Es bietet ein WebBasiertes Front als auch Backend und ein Haufen an Erweiterungen. Die waren es schlussendlich auch, die mich Überzeugt haben die Gallery3 weiter zu nutzen.

Die Gallery3 ist eine Neu-Entwicklung der Gallery2. Diese ist zu groß und damit zu langsam geworden. Daher haben die Entwickler ein komplett neues Konzept aufgesetzt. Das merkt man im ersten Moment auch am Funktionsumfang. Standardmäßig wird wirklich nur eine kleine schlanke Web Galerie angeboten. Das Nutzer-Konzept kann überzeugen aber es fehlt z.B. an einer Maske über die sich neue Nutzer registrieren können. In den Kerndisziplinen einer Gallery gibt sich Gallery3 keine Blöse. Frei Sortierung, Thumbnailing, Formatierung, Darstellung und Unterstützung der meisten EXIF/XMP Tags sind dabei.

Erweitert und aktiviert man dann noch weitere Module kommt richtig Freude auf. SlideShows, Tagdarstellung und Suche und diverse Verbesserungen in der Navigation machen die ganze Anwendung sehr benutzerfreundlich.

Besonders hervorzuheben ist, dass es für Gallery3 ein LightroomPlugin gibt, dass über die REST Schnittelle mit Gallery3 koppelt. So kann man direkt seine Wunschgalerie zusammenstellen und hoch laden, sehr angenehm. Ich selbst versuche ein Gallery3 Plugin für XBMC zu basteln. Die Beta hab ich auch schon, bloß gibt es noch ein paar Probleme mit XBMC die einen reibungslosen Betrieb verhindern. Ansicht ist die REST-API aber sehr praktisch.

Nach nun gut vier Monaten kann ich mein Fazit ziehen. Die Gallery3 erfüllt ihren Zweck und nur den.  Es ist kein aufgeblasenes CMS sondern einfach nur eine WebGallery mit netten Funktionen. Besonders die Integration von GoogleMaps und co hat es mir angetan. Auch die Verschlagwortung aus LightRoom her raus kommt gut an. Nachteilig ist, dass die Gallery3 extrem Speicherintensiv ist. Von jedem Bild werden zwei Thumbnails angelegt. Das kostet nicht nur Zeit, sondern frisst auch Speicher. Bei wenig frequentierten Galerien wäre eine Inplace-Erzeugung vieleicht geschickter. Aber das ist Kritik am Rande!

2 thoughts on “Gallery 3 – Ein review”

  1. Hallo Raptor,

    Ich bin auf der Suche nach einem Gallery3 Client fuer XBMC und bin ueber Google auf deine Seite gekommen. Anhand deines Blogs hast Du an einem Client gearbeitet und jetzt frage ich einfach mal, ob Du das Programm veroeffentlicht hast. Waere echt stark, wenn Du mir irgendwelche Hinweise geben kannst. Selbst programmieren habe ich auch schon daran gedacht, aber zeitlich bin ich noch nicht dazugekommen und ich weiss auch nicht, wo ich anfangen soll.

    Vielen Dank fuer Deine Hilfe im vorraus!

    Gruss, Tinho.

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