Logitech DinovoEdge unter (K)Ubuntu „zum laufen bringen“

Eine kurze Anleitung, wie man die Medientasten der DinovoEdge unter Linux/X11 und KDE/XFCE und Gnome zum laufen bringt.

Wenn man eine DinovoEdge an einen mit (K)Ubuntu betrieben wird feststellen, dass die Tastatur und das TouchPad zwar funktionieren aber die netten Zusatztasten nicht. Das hat zwei Gründe:

Bei ersterem muss man abwarten, bei letzerem kann man Abhilfe schaffen. Dazu braucht man einen „KeyLogger“ wie xev. Führt man diesen auf der Konsole aus, kann mich sich anschauen, welche Tasten welche KeyCodes auslösen.

Hat man erstmal dadurch eine Liste von KeyCodes zusammengestellt muss man diese auf die „Medientasten“ mappen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

  • Eine eigenes Tastaturlayout erstellen und dem X11 über die xorg.conf zuweisen. Diese Variante ist die „sauberste“ aber auch die mit dem meisten „bloat“. Wer es dennoch durchziehen will, sollte hier mal nachlesen.
  • Oder man kann mittels Xmodmap das aktuelle Tastaturlayout erweitern. Das ist unter Ubuntu besonders einfach, da dies automatisch vom System durchgeführt werden kann.

Um letzteres umzusetzen muss man einfach in seinem Home-Verzeichniss eine Datei mit dem namen .Xmodmap anlegen. Diese wird automatisch nach dem Login geladen und „bearbeitet“ das aktuelle Tastaturlayout. Für die DinovoEdge reicht diese Datei.

Die Syntax sollte selbst erklärend sein. Wenn man andere Tasten zuordnen möchte, kann man die datei /usr/share/X11/XKeysymDB konsultieren, dort sind alle „möglichen“ Zuordnung hinterlegt.Hat man die Datei angelegt, kann man mittels folgendem Befehl, die Änderungen „im System Bekannt machen“

Danach kann man diese Tasten in Fenstermanager seiner Wahl funktionen zuweisen. Nach einem Neustart/Login wird diese Änderung automatisch angewendet.

Sambafreigaben und das Homedir

Wie schon im vorherigen Eintrag erwähnt, gibt es einige Haken und Ösen wenn man mittels CIFS einen Samba Share als Homedir mountet.

Ein weiterer Haken tritt auf, wenn die GroupIDs und UserIDs zwischen Server und Clienten nicht matchen.

Wichtig bei zu verstehen bei (fast) allen Netzwerk-FileSystems ist. Der Benutzer mit dem man sich authentifiziert, ist nicht unbedingt der Benutzer mir dem man die „Dateien“ erstellt. Beispiel, der Admin mountet unter UserA einen Share und UserB ist auch angemeldet und greift auf diesen Share (auf der gleichen Maschine) zu. Alle Dateien die jetzt UserB anlegt (sofern er das denn darf) werden mit seiner UserID angelegt…

nun kann man um sowas zu unterbinden, sowohl unter SAMBA(Server) als auch beim CIFS (Client) angeben, dass die Gruppen und UserIDs überschrieben werden sollen.

Das nützt blos nicht immer etwas. Einige Programme scheinen den Weg über die Inodes zu nehmen und „umgehen“ dabei dieses force-mapping. Symptome dieses Umstandes sind Probleme mit fehlenden Schreib/Leserechte obwohl man doch mittels „ls -la“ sichtbar alle rechte hat…

In diesem Fall hilft es das clienseitige mapping abzuschalten (gid und uid Parameter beim mounten) und die GroupIDs und UserIDs dem Server anzugleichen (/etc/group und /etc/passwd anpassen)

Sambafreigaben und „stale lockfiles“

Wenn man unter Linux auf die Idee kommt sein HomeDir mittels Samba/CIFS auf einem NAS-Laufwerk abzulegen, ist das prinzipiell gut, es kommt aber unweigerlich zu Schwierigkeiten (oder man kennt den Trick schon…)

Auffälligkeiten sind: OpenOffice und einige andere KDE programme zicken „seltsam“ rum. Starten nicht, lassen sicht nicht ordnungsgemäß beenden oder müssen zwei mal Gestartet werden …

Kandidaten dafür sind: K3B, Amarok, Open Office usw…

All diese Programme schreiben Lockfiles in das .kde/share/ verzeichniss (meist .kde/share/config). Startet man über die Konsole bekommt man nach einiger Zeit Fehlermeldungen der Art „Cannot delete stale lockfile …“

löscht man diese Dateien per Hand, kommt das Programm hoch.

Bei CIFS kann man das Problem recht elegant über den „serverino“-Parameter lösen. Einfach beim mounten diese Parameter mitgeben und schon läuft alles wie geschmiert…